Kunstorte
Innenorte
Außenorte
Verweilorte
Geheimnisvolle Orte
Wandelbare Orte
Orte haben etwas wunderbares, sie sind überall zu finden, sie haben immer ein unterschiedliches Aussehen und sind mit Geschichten behaftet. Weiter erkennt man sie daran, dass sie immer da sind. Aber was beflügelt die Orte sich zu verschleiern, sich uns gegenüber geheimnisvoll zu geben?
Sie verstecken sich womöglich!
Vielleicht wollen sie auch nicht, dass man ihren wahren Sinn erkennt. Orte wollen besonders behandelt werden; einfühlsam und mit reichlich Phantasie. Was sich wirklich hinter einem Ort befindet kann sich nur über die Beziehung zwischen Ort und Rezipient entwickeln.
Kunst und Öffentlichkeit
Suche nach einem Begriff im urbanen Ambiente, der den Öffentlichkeitsaspekt von Kunst überschreitet, über die Mechanismen und Automatismen hinausweist, denen Kunst begegnet, wenn sie ihre Räume bzw. jene, die sie um sich herum gebildet hat, verlässt (damit sind Museen, Galerien etc. gemeint). Was dabei in den Blick gerät, ist vor allem das (in die Öffentlichkeit gesetzte) Verhältnis von Werk und Rezipient, besonders, wenn beide jenseits ihrer konventionellen Rollen agieren, wenn sowohl das Werk wie der Rezipient nicht ohne weiteres benannt werden können. Dieser Bewegung der Komponenten des Alltäglichen, dem In-Bewegung-Setzen von Verhältnissen, gilt das besondere Interesse, Komponenten, die durch gezielt inszenierte Situationen und Ereignisse der "Öffentlichen Interventionen" plötzlich anders wahrnehmbar und beurteilbar werden.
Die Schule in Brauweiler bot gerade in ihrer Umbauphase eine Reihe von Möglichkeiten, sich mit Geschichte, Veränderung und Möglichem zu beschäftigen. Eine (T)ex(t)kursion von Geschichten an unterschiedlichen Orten erzählt durch künstlerische Objekte. Objekte, die sich auf Orte in der Schule beziehen.
Orte, die entdeckt werden,
Orte finden und sie als Geschehen erleben, so wie sie sind, sie erkennbar machen, sichtbar für den Rezipienten. Es wird auf Dinge aufmerksam gemacht, die sich im Alltag, unserer Wahrnehmung entziehen.
Dies können Teile des Baukörpers sein
Gebrauchs- und Verbrauchsspuren sichtbar machen.
Hinterlassenschaften (Müll, Vergessenes) sammeln und als Objekt vorstellen.
Orte, die bestimmt werden,
Orte mit einem Namen belegen. Indem ein Ort einen Namen erhält, wird er für uns von Bedeutung, er entzieht sich unserer Wahrnehmung nicht mehr in seiner Unscheinbarkeit.
Orte mit einem Namen belegen, der auf eine mögliche Geschichte hinweist: „ Hier saß Dena H.
Orte mit einem tatsächlichen Umstand benennen: „ Roter Raum“.
Orte, die erzählen,
Orte mit einer Geschichte konfrontieren, sei es die objektiv eigene des Ortes oder die durch Phantasie und Interpretation von außen herangetragene. Man versucht die Geschichte des Ortes in Erfahrung zu bringen und erzählt sie über künstlerische Objekte.
Dem Ort wird eine vom Schüler erfundene Geschichte untergeschoben und durch künstlerische Objekte visualisiert.
Orte, die umdefiniert werden,
Orte, die man in ein neues „scheinbar“ objektives Erscheinungsbild verwandelt. Man macht z.B. aus einem Gebäudeteil (Ecke, Raum, Flurstück) einer Schule den eines Kaufhauses.
Orte, die irritieren
Hier soll Orten ein für den Rezipienten irritierendes Element hinzugefügt oder entzogen werden. Eine Bodenfliese wird durch eine andere mit unterschiedlicher Farbe ausgetaucht, beim vorbeigehen sagt eine Stimme „Warte“....
Was heißt das?
An unterschiedlichen Orten in der Schule entstanden erlebnisreiche Plätze, die sich auf und mit dem Ort bezogen und oben aufgeführte Themen behandelten. Die Räume und Raumteile wurden mit künstlerischen Objekten bestückt oder selbst zu einem Kunstobjekt.





