Erinnerungen an Pompeij
Wandrelief im Hansaring 8, Köln

„Es war ein lauer Sommermorgen an jenem 24. August 79, als der Boden in Pompeji erneut schwankte. Der Donner einer gewaltigen Explosion riss die Bürger jäh aus ihrem Alltag. Verschreckt sahen sie in Richtung des Vesuvs, von dem das schreckliche Geräusch ausging, und sie sahen, dass der Berg seinen Gipfel weggesprengt hatte. An seine Stelle war ein Krater getreten, aus dem Feuersäulen schlugen. Eine graue, pinienförmige Wolke aus Staub und Gesteinstrümmern verdunkelte innerhalb von Minuten den Himmel und machte den Tag zur Nacht. Die verstörten Menschen fürchteten den Zorn der Götter. Fackeln wurden entzündet, Gebete wurden gesprochen, doch es half nichts: Eine halbe Stunde später prasselten vulkanische Aschen, Staub, Lapilli und schaumige Bimssteinstücke auf Pompeji nieder. Am zehn Kilometer entfernten Gipfel des Vesuvs tobte ein Inferno. Unter hohem Druck spie der Vulkan unermüdlich Lava aus. Die Eruptionswolke hatte inzwischen die Stratosphäre erreicht. Die Stadt hatte das Pech, dass der Wind aus der Richtung des Vesuvs wehte und die Wolke zu ihr trieb. Die Menschen gerieten in Panik, viele rafften Hab und Gut zusammen und versuchten zu flüchten. Andere suchten Schutz in ihren Häusern. Doch den bot die offene Bauweise der Atriumhäuser nur unzureichend. Zwölf Stunden dauerte die erste Phase der Eruption. Die Bewohner von Pompeji glaubten das Schlimmste überstanden zu haben, doch die Atempause währte nur kurz. Durch das Nachlassen des Drucks aus dem Krater kollabierte die aufsteigende Eruptionswolke und generierte dabei pyroklastische Ströme. Die ersten Glutwolken erreichten allerdings nicht Pompeji, sondern zerstörten die Nachbarstadt Herculaneum. Diese lag weitaus näher am Vesuv als Pompeji, doch war sie bis zu diesem Zeitpunkt noch größtenteils vom Ausbruch verschont geblieben. In den pyroklastischen Strömen starben die Menschen einen qualvollen Tod. Selbst wer Schutz in einem Haus gefunden hatte, verbrannte in den 800 Grad heißen Gasen, auf denen sich ein Strom aus Asche und Gesteinen bewegte, der alles zermalmte, was die Gase nicht zerstört hatten.“
Wandausschnitt
Projekt in einer Fabrikhalle, Köln-Poll

Inside → Outside
Projekt in Brüssel, Elemente aus dem Innenraum habe ich nach außen in einem Durchgang gebracht und dort installiert
