Die Wand

Die Wand

Eine Wand oder Mauer grenzt ab oder ein, kann undurchdringlich sein, sie bietet aber auch Schutz, kann historische Bedeutung haben, kann gestaltet und durchbrochen werden. Die Klasse hatte eine besondere Wand als Ausgangspunkt ihres Projektes: Die Außenwand des Chemieanbaus in Richtung Oberstufenhof, des Abteigymnasiums in Pulheim-Brauweiler. Diesen Ort zu gestalten bildete das Großprojekt. Nach einer gemeinsamen „Wandbesteigung“ während eines Kletterwochenendes in Hellenthal wurden im ersten Halbjahr unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten im Rahmen Schreiben/Gestalten erprobt. Die Schwerpunkte lagen zum einen darauf, die gemeinsame Arbeit an einem Werk zu üben (besonders Koordination und Zusammenführung) und zu entdecken, wie das Ganze durch die vielen kleinen Teile bestimmt wird.

Im Laufe des ersten Schulhalbjahres konnten sich die Schülerinnen und Schüler an verschiedenen Techniken erproben. Drucktechniken wie Linoldruck, eine Einführung in die Farbenlehre und der Umgang mit Buntstift und Acrylfarbe sollte die Teilnehmer zu mehr Entschlossenheit führen. Die Klasse entwickelte verschiedene Entwürfe zur Aufgabe der Wandgestaltung. So wollte man sich einmal thematisch eingrenzen, Blumen, Landschaft, Comic...oder eine Beschränkung auf eine bestimmte Farbpalette wurde in die Diskussion gebracht.
In diesem Zeitraum entstanden eine Reihe von Papierarbeiten und ein Objekt aus ca. 40 kleinen Leinwänden im Format 30x30 cm. Diese Arbeit führte zu der Entscheidung, ein Bild zu erstellen, welches aus individuellen Einzelbildern besteht, ohne Einschränkung auf das Thema. Als Zusammenhalt sollten zwei schattenhaftige Figuren rechts und links aus dem Kunstwerk laufen.

Skizze

Im Februar 2010 fingen die Schülerinnen und Schüler mit der Realisierung des Wandbildes an. Jeder aus der Klasse gestaltete 1 bis 2 Bilder. Vorlage waren im Vorfeld entwickelte Entwürfe die auf die Bildträger übrertragen wurden. Die Schülerinnen und Schüler unterstützten sich dabei gegenseitig und arbeiteten oft gemeinsam an der Ausmalung des Motives. Das Bild sollte witterungsfest sein und einen Zeitraum von einigen Jahren überdauern. Wir entschieden uns deshalb für Techniken und Materialien die für vorgehangene Fassaden benutzt werden. In unserem Falle waren unsere Bildträger zementgebundene Spanplatten mit einer Größe von jeweils 120 x 85 cm. Die benutzten Farben waren Amphibollinfarben die uns vom Hersteller der Fassadenplatten empfohlen wurden.

Kinder

Die Mitarbeit der Schülerinnen und Schüler war offen und engagiert. Durch die freie Wahl des Themas und die ungewöhnliche künstlerische Arbeit konnte den Schülerinnen und Schülern ein neuer Umgang mit der Kunst vermittelt werden. Es ist festzuhalten, dass die Schülerinnen und Schüler erfuhren, wie bereichernd die Beschäftigung mit Kunst und Kultur sein kann, sie hatten die Chance, Kunst und ein spezielles künstlerisches Projekt kennen zu lernen und für sich zu erarbeiten.
Durch das von der Klasse entwickelte Konzept von Individualität und Gemeinsamkeit entstanden 35 Bildtafeln. Jedes Bild ist individueller Ausdruck eines Künstlers. Alle Bilder zusammen verschmelzen zu einem Gesamtkunstwerk und sind Ausdruck der Klasse. Die Montage des Bildobjektes fand Ende Juni 2010 statt. Ausgeführt durch eine Fachfirma. Für die Montage wurden rombische Kanthölzer benutzt, die an Wand und Bild befestigt wurden. Das Bild konnte in die Wandhölzer eingehängt werden
und wurde von oben verschraubt.
Bau

W1K W9K W8K

W2K W7K W6K

W3K W5K W4K

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