Orte und Örtlichkeiten
Diese Arbeit wurde in vier Teilen gegliedert. Erstmal haben diese verschiedenen Teile nichts miteinander zu tun, jedoch beziehen sich alle auf unser Leben in den Städten.
Zukunftsstädte, Gartenzwerge, Kleingarten, QR-Code
sind Beispiele. Zu diesen Themen haben die Schülerinnen und Schüler ein Jahr lang reale oder visionäre Ideen gesammelt und versucht dazustellen. Dabei haben sie Zukunftsstädte gezeichnet, diese Arbeiten wurden fotografiert und auf Alubondplatten kaschiert, sie sollten im Außenbereich der Schule montiert werden, der Architektenschutz des Gebäudes, verhinderte das. Danach ging es dem deutschen Gartenzwerg an den Kragen, mit Linoldruck, Zeichnung, Schablonentechnik, Leinwand und Ton, fand der Gartenzwerg seine Beurteilung in den Arbeiten. In unmittelbarer Nähe befindet sich der "Kleingarten" hier realisiert auf 1 m x 1 m = 1 m². Vielleicht hat der QR-Code nichts mit unserer Lebensumgebung zu tun, jedoch ist er ein Kommunikationsmittel, welches immer weiter in unser Leben eindringt.

Zukunftsstädte

Deutsche Kultur „Gartenzwerg“
Sie werden geliebt und gehasst. Für manche Zeitgenossen sind Gartenzwerge der Inbegriff für Spießigkeit. In der Schule entstanden Bilder auf Leinwand mit lebensgroßen Gartenzwergen, Linoldrucke und Schablonenbilder, auch wurden Gartenzwerge aus Ton hergestellt. Und in der Schreibwerkstatt kurze Kriminalromane, in den Krimis kam immer ein Gartenzwerg vor. Der Gartenzwerg gilt als deutsche Erfindung und als eines der bekanntesten "typisch deutschen Produkte". Die ersten Gartenzwerge im heutigen Sinn – aus Ton und bunt bemalt - wurden vermutlich Ende des 19. Jahrhunderts in Thüringen hergestellt. Heutzutage gehört er zum festen Inventar deutscher Vor- und Schrebergärten. Es gibt ihn nicht nur traditionell mit Spaten und Laterne, sondern auch cool mit Sonnenbrille oder sogar in Badehose.
Aber warum brauchen Deutsche unbedingt einen Zwerg im Garten? In der Vergangenheit galten Zwerge als geheimnisvolle Gesellen mit ungeheurem Wissen. Als Keramik-Figuren zwischen Beeten, Blumen und Büschen breiteten sie sich in den Schrebergarten-Kolonien massenhaft aus. Nicht jeder Parzellen-Besitzer ist über diese Invasion erfreut. Schon gar nicht, wenn der Zwerg in einer exhibitionistischen Pose Anstoß erregt. So landet mancher Nachbarschaftsstreit vor Gericht
1m² Kleingarten
Ein Kleingarten, was ist das eigentlich?
Als Kleingarten, auch Schrebergarten oder Parzelle genannt, bezeichnet man ein eingezäuntes Stück Land, das in einer Anlage von Grundstücken liegt. Die Gärten werden von Vereinen (Kleingärtnervereinen, Kleingartenvereinen) verwaltet und günstig an Mitglieder verpachtet. Wozu gibt es Kleingärten?
Kleingärten sollen der Erholung in der Natur dienen und Stadtbewohnern, nach dem Vorbild alter Bauerngärten, den Anbau von Obst und Gemüse ermöglichen. Heute findet man in diesen Gärten aber auch Zierpflanzen und Rasenflächen. In der Regel befindet sich eine Laube (sprich ein Häuschen) auf jedem Grundstück einer Gartenanlage. Das Office International du Coin de Terre et des Jardins Familiaux, eine seit 1926 bestehende Vereinigung von über drei Millionen europäischer Kleingärtnern, beschreibt die sozialen Funktionen von Kleingärten wie folgt:
- Der Allgemeinheit bieten die Kleingärten eine bessere Lebensqualität in den Städten durch Lärmverringerung, Staubbindung, Durchgrünung, Auflockerung der Bebauung, Biotop- und Artenschutz, Lebensraumvernetzung und klimatische Auswirkungen.
- Familien bieten die Kleingärten eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung; eine gärtnerische Betätigung und das preiswerte Züchten von gesundem Gemüse; das persönliche Erlebnis vom Säen, Wachsen, Gedeihen und Ernten von gesundem Gemüse; ein Gegengewicht zum Leben in Betonburgen und auf Asphaltflächen; Förderung von harmonischen zwischenmenschlichen Beziehungen; einen direkten Kontakt mit der Natur.
- Kindern und Jugendlichen bieten die Kleingärten Ausgleich für die oft fehlenden Spielplätze; ein Spiel- und Kommunikationsfeld; Erlebnisräume in der Natur und Wahrnehmung ihrer natürliche Zusammenhänge; Anschauungsunterricht in Biologie.
- Berufstätigen bieten die Kleingärten eine Entspannung vom Arbeitsstress durch gesunde Betätigung; eine ideale Alternative zum Arbeitsalltag.
- Arbeitslosen bieten die Kleingärten das Gefühl, gebraucht zu werden und noch dazu zugehören; ein Mittel den Müßiggang zu vermeiden; ein Zuschuss an frischem Gemüse zu einem Minimalpreis.
- Immigranten bieten die Kleingärten eine Möglichkeit Kontakte zu knüpfen und sich besser im Aufnahmeland zu integrieren (siehe auch „Interkulturelle Gärten“).
- Behinderten bieten die Kleingärten einen Ort an dem er am Vereinsleben teilnimmt, Kontakte knüpft und so der Isolierung entgeht; das Erleben vom Säen und Pflanzen, vom Wachsen, Gedeihen und Ernten.
- Senioren bieten die Kleingärten einen Ort des Gesprächs und der Ruhe durch die Zusammenführung von Menschen mit gleichen Interessen; über Jahre gewachsene Kontakte; individuelle Selbstverwirklichung und Beschäftigung im 3. Lebensabschnitt im eigenen Garten.
Gedanken zu einer Zeit, als die Kleingärten entstanden, ob dies heute noch zutrifft mag jeder für sich entscheiden.


QR-Code
Gedichte digitalisiert QR steht für englisch: quick response = schnelle Antwort. Die Idee dahinter ist, dass Menschen im Alltag mit einem Klick mit ihrem Fotohandy Informationen aufrufen, abspeichern und weiterverarbeiten können.
QR-Codes gehören zur Familie der 2D-Barcodes die im Gegensatz zum herkömmlichen Barcodes sowohl horizontal als auch vertikal Informationen enthalten. Der QR-Code wurde zur Markierung von Baugruppen und Komponenten für die Logistik in der Automobilproduktion des Toyota-Konzerns entwickelt. Das den QR-Code entwickelnde Unternehmen Denso kooperierte bereits als Zulieferer unter anderem für sämtliche elektrischen und elektronischen Baugruppen mit Toyota. Die Entwicklung des 2D-Codes übernahm die Tochterfirma Denso Wave, die auch Identifikationssysteme und Geräte zur mobilen Datenerfassung entwickelt. Der QR-Code besteht aus einer quadratischen Matrix aus schwarzen und weißen Punkten, die die kodierten Daten binär darstellen. Eine spezielle Markierung in drei der vier Ecken des Quadrats gibt die Orientierung vor. Die Daten im QR-Code sind durch einen fehlerkorrigierenden Code geschützt. Dadurch wird der Verlust von bis zu 30 % des Codes toleriert, d. h. er kann auch dann noch dekodiert werden. Die Schülerinnen und Schüler haben Gedichte geschrieben, die im Anschluss über einen QR-Generator in eben diesen Barcode umgewandelt wurden. Danach entstanden Bilder und T-Shirts mit einem entsprechenden Aufdruck. Die Besucher konnten anschließend mit ihren Smart-Phones diesen Code wieder decodieren und so die Gedichte lesen.
Die QR-Codes unten können mit der entsprechenden App decodiert werden.





























