Im Feld und auf der Wiese
Annäherung an Natur Natur ist ein mehrdeutiger Begriff. Überwiegend wird unter Natur das verstanden, was nicht vom Menschen geschaffen und beeinflusst wurde/wird. Das zeigt sich auch in vielen Begriffsbildungen (z.B. Naturprodukt), die Ursprünglichkeit signalisieren sollen. Der Gegenbegriff ist Kultur. Ebenfalls gemeint — aber für diesen Kontext kaum von Bedeutung — ist das, was das Wesen, die unveränderbaren Eigenschaften z.B. des Menschen ausmacht. Begriffe, die in den Kontext der ersten Definition gehören, sind z.B. Wildnis oder Urwald. Vom Menschen unbeeinflusste Natur gibt es allerdings praktisch nicht mehr, am ehesten vielleicht noch im Hochgebirge und in der Tiefsee. Das Bewusstsein hierfür existiert allerdings nur noch sehr bedingt, und der Begriff Natur wird heute oft als Gegensatz etwa zu Stadt gesetzt, selbst wenn der „Gang in die Natur“ in einen von Menschen geschaffenen Park führt. Landschaft oder Umwelt werden oft synonym verwendet, meinen aber im Grunde nicht dasselbe.

In diesem Sinne haben die Schülerinnen und Schüler große Holzschnitte gefertigt. Diese waren, wegen ihrer Größe von 200 x 50 cm, technisch sehr anspruchsvoll. Es entstanden Bilder von Naturlandschaften, Städten und Meeren.

Auch Zeichnungen von Baumausschnitten gaben einen Einblick in die Natur.
Konservierung von Landschaften Vor 20 Jahren und mehr rechneten als Denkmäler, als schutzbedürftige Monumente, für uns zunächst nur die großen Bauorganismen von nationaler und provinzieller Bedeutung, die eben in der Kunstgeschichte ihre feste Stellung haben. Langsam, langsam sind wir weitergegangen, wir haben uns gesagt, dass die Kunstgeschichte eines Landes sich doch nur aufbaut auf der engeren Entwicklung eines kleineren geographischen Gebietes, eines Territoriums, einer Gemeinde, und dass die Denkmäler dieser Gemeinde eben die monumentalen Urkunden ihrer Entwicklung sind, ... Und so allmählich ist der Denkmälerbegriff übergegangen auch auf alle die kleinen, unscheinbaren Zeugnisse der Baukunst bis herab zu Heiligenhäuschen und Bildstöcken usw., ...; das ganze Gebiet des Wohnbaus, des Bauernhauses, des bürgerlichen Wohnhauses ist in den Bereich unserer Tätigkeit gezogen worden, und ganz von selbst sind wir auf diese Weise gekommen zur Ausdehnung des Schutzes der Denkmalpflege auf das ganze Stadtbild, zur Erhaltung der historischen Ortsbilder, des Landschaftsbildes." (Paul Clemens)
„Kulturlandschaftspflege ist nicht allein die Suche nach Methoden der Erhaltung oder auch bewussten Veränderung einer Landschaft, sondern hauptsächlich den Rekurs auf das, was den Beteiligten pflegenswert erscheint.... Kulturlandschaftspflege ist damit als ein offener und dynamischer Ansatz zum bewussten Umgang mit natürlichen und menschengemachten landschaftlichen Potentialen zu verstehen. Das erfordert ein Denken in Entwicklungsprozessen, dem die Einsicht zugrunde liegt, dass die Wertmaßstäbe dessen, was pfleglich ist, ständig neu definiert werden müssen. Maßnahmen der Kulturlandschaftspflege können damit immer nur in einem relativierenden Kontext beurteilt werden. Bezogen auf die Entwicklungsdynamik sind aber Nutzungen, die sich in der Landschaft als reversibel erweisen, nachhaltiger als solche, die zumindest in historischen Dimensionen zu weitreichenden Festlegungen führen. Nutzungen, die die natürlichen und historischen Potentiale eines Raumes erhalten, zeugen somit von einem pfleglicheren Umgang als solche, die markante und großflächige Veränderungen bedingen. Kulturlandschaftspflege ist somit eine planerische Querschnittsaufgabe." (Winfried Schenk, Kulturlandschaftspflege)
Viele kluge Köpfe haben sich Gedanken darüber gemacht Landschaften zu schützen und zu erhalten. Die Schülerinnen und Schüler haben Landschaftsmodelle in Einmachgläsern nachempfunden, um sie so bildlich zu erhalten und konservieren.
Fundstücke Bei einem Spaziergang im Park finden sich neben Blumen, Bäumen und Rasenflächen auch Hinterlassenschaften der Besucher. Trinkflaschen, Verpackungen, Zigarettenstummel, Zeitungen und vieles mehr. Beim Projekt haben wir diese Fundstücke und den Fundort dokumentiert, die Fundstücke eingesammelt und anschließend durch vakuumieren in Folie konserviert.



















