Plastik
Die Schülerinnen und Schüler haben sich mit dem Thema Plastik auseinandergesetzt. Wir leben in einer Welt voller Dinge aus Kunststoff. In der Werbung werden uns in schönen Bildern Produkte in Plastikhüllen gezeigt. Sie wirken sauber und es geht scheinbar keine Gefahr davon aus. Plastik wird uns als universell einsetzbares Material vorgestellt und es gibt vordergründig keine Alternative. Die Nachteile auf unsere Umwelt haben wir erst in den letzten Jahren erkannt.

Stand der Schülerinnen und Schüler mit großformatigen Bildern, Graffitis, QR-Codes und Linoldrucken. Die Arbeiten konnten gegen eine Spende erworben werden.
Die Kunstwerke wollen den Schein der Werbung aufzeigen und die Verschmutzung der Weltmeere kritisieren.
Jedes Jahr werden 300 Millionen Tonnen Plastik hergestellt – vom Legostein bis zum Joghurtbecher, vom Gartenstuhl bis zum Fischernetz, Fahrradreifen, Klobrillen, Autoteile, Handys – die Welt ist voller Plastik. Würde man all das Plastik auf Tieflader packen, ergäbe das eine Kette, die dreimal um die Erde reichen würde.
Wenn wir von Plastik sprechen, meinen wir eigentlich Kunststoff. Kunststoffe heißen sie, weil sie in der Natur nicht vorkommen und künstlich hergestellt werden. Es gibt viele Arten von Kunststoffen - gummiartig-weiche Kunststoffe oder welche, die hart sind. Manche sind durchsichtig, andere bunt. Kunststoffe halten ziemlich lang. Das ist praktisch – aber auch ein Problem. Denn in der Umwelt verschwinden Kunststoffe nicht so schnell wieder. Sie zerfallen nicht wie Holz oder andere Stoffe aus der Natur – sondern werden in immer kleinere Teilchen zerrieben. Es dauert zum Beispiel 450 Jahre, bis sich eine normale Getränkeflasche aus Plastik vollständig aufgelöst hat.

Blick in die Ausstellung
Der größte Teil des Plastikmülls gelangt von Land aus über die Flüsse in die Ozeane. Dies entweder aufgrund von achtlos weggeworfenem Müll (genannt littering – kommt auch bei uns vor) oder durch ungesicherte oder wilde Deponien (hauptsächlich in Ländern, wo die Abfallwirtschaft nicht so gut funktioniert). Aber auch auf dem Meer werden Abfälle eingetragen, zum Beispiel wenn ein Fischernetz reißt oder absichtlich zurückgelassen wird und dann viele Jahre "weiterfischt" – das nennt man Ghost fishing, das heißt soviel wie Geisternetze. Dies kann eine große Gefahr für Meereslebewesen wie Robben und Wale sein aber auch für Seevögel, die sich allesamt darin verstricken und ertrinken können.

"Drei Coke", Acryl auf Leinwand, ca. 250 x 180 cm